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Gehörlosenseelsorge

Die Bezeichnung Gehörlosenseelsorge ist im Grund etwa ungenau, denn die Seelsorge ist für die Gehörlosenseelsorger nur ein Teil ihrer Arbeit. Die Gehörlosenseelsorge versteht sich als christliche Gemeinde für gehörlose Menschen.

 

Gehörlose brauchen eine Gemeinde, in der ihre Sprache gesprochen wird, in der niemand auf sie Rücksicht nehmen muss, in der sie keine Randperson sind. Gehörlose können die meisten Angebote einer Ortsgemeinde nicht sinnvoll nutzen. Der Gottesdienst als das Zentrum der Gemeindearbeit bleibt ihnen verschlossen. Könnten die Wortbeiträge (Predigt, Lesung und Gebete), wenn auf einfache Sprache geachtet würde noch unter Umständen gedolmetscht werden, so sind alle musikalischen Teile des Gottesdienstes für Gehörlose langweilig. Erwachsenenbildung, Diskussionsgruppen und alle Gruppen in denen überwiegend verbale Kommunikation stattfindet sind nicht sinnvoll zu besuchen. Selbst beim gemütlichen Beisammensein ist der Gehörlose Randperson.

 

Eine Gehörlosengemeinde bietet im Grunde dieselben Veranstaltungen und Kreise an, wie alle anderen Kirchengemeinden auch. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Angebote für Gehörlose in der Sprache der Gehörlosen - also mit Gebärden - erfolgen. Denn Gehörlose reden mit den Händen. Gehörlosenseelsorger können das auch.

 

In Kirchenbezirken der Landeskirchen wird an bestimmten Orten regelmäßig Gottesdienst für Gehörlose angeboten.

 

Kontakt:

Pfarrer Ulrich Hartmann

An der Linde 8

74673 Mulfingen

Tel.: 07938 – 246

Fax:  07938 – 99 20 20

E-Mail: UlrichHartmann@compuserve.com

 

Pfarrerin Brigitte Koch

Haus Nr. 18

74582 Gerabronn

Tel.: 07952 – 330

Fax:  07952 - 9269543

 

Evangelische Landeskirche in Württemberg  
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